Mehr als nur ein paar Posts

In vielen Unternehmen hält sich hartnäckig die Idee, Social Media sei «kein Hexenwerk». Ein bisschen posten, ein paar Bilder, fertig. Genau diese Haltung sorgt aber dafür, dass viele B2B-Profile aussehen wie ein halb eingerichteter Messestand: da, aber wirkungslos.

Denn Social Media ist im B2B längst kein nettes Zusatzprojekt mehr, sondern Teil des Vertriebsprozesses. Studien zeigen: Rund 46 % der B2B-Einkäufer starten ihre Recherche auf Social Media. Wer dort nicht sichtbar und relevant ist, findet schlicht nicht statt.

Das Problem: Viele Firmen wissen zwar, dass sie eine Strategie brauchen – überlassen den Kanal dann aber Azubis oder Mitarbeitenden, «die halt privat viel online sind». Das ist ungefähr so, als würde man die Vertriebsleitung an jemanden geben, weil er gern telefoniert.

Im B2B geht es nicht um schnellen Abverkauf. Es geht um Vertrauen, Expertise und darum, im richtigen Moment präsent zu sein. Die Customer Journey ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Wer hier nur auf kurze, oberflächliche Inhalte setzt, verschenkt Potenzial.

Und auch bei den Plattformen verändert sich etwas: Qualität schlägt Quantität. Hochwertige und authentische Inhalte gewinnen an Bedeutung, weil sie Bindung schaffen – und genau das braucht B2B.

Ist Social Media also Pflicht?
Ja. Aber nicht auf jeder Plattform und nicht nach dem Motto «wir müssen überall sein». Social Media ist ein Vertriebskanal – und der sollte genauso strategisch geführt werden wie jeder andere.

Die Frage ist nicht, ob Sie Social Media machen sollten.
Sondern: Wie professionell – und mit welchem Ziel.