Die Corona-Pandemie hat das Messegeschäft fast zum Erliegen gebracht. Dabei sind Messen eines der zentralen Marketinginstrumente, um mit seiner Zielgruppe Kontakt aufzunehmen, Produkte bzw. Dienstleistungen vorzustellen oder zu verkaufen und gleichzeitig seine Marke zu präsentieren. Der Messestand bildet den passenden Rahmen für alles. Er ist das Aushängeschild und die Visitenkarte für Ihren erfolgreichen Auftritt.

Vor jedem Messeauftritt braucht es Antworten auf die wichtigsten Fragen:

  1. Welche Ziele möchte ich erreichen?
  2. Welche Kommunikationsstrategie ist dafür hilfreich?
  3. Welcher Standtyp ist dafür passend?
  4. Wie teile ich meinen Stand optimal auf – Messestand-Zonen?
  5. Welches Design passt für mich – Messestand Design?
  6. Was kostet mich ein Messestand – Kosten Messestand?
  7. Was gilt es nach einer Messe zu beachten?
  8. Was sollte ich sonst noch beachten – Checklisten?

1. Welche Ziele möchte ich erreichen? 

Bei der Definition der Ziele sollten Sie wissen, was Sie erwartet und mit welchen Erwartungen Ihre Besucher auf den Stand kommen. So lässt sich am besten abschätzen, mit welchen Massnahmen Sie darauf reagieren.

 

  • Definition quantitative Ziele: Anzahl Besucher, Neukundengewinnung, Kundenpflege
  • Definition qualitative Ziele: Imageziele, Handlungs- und Umsatzziele, Wissensziele (Neuheiten präsentieren, Verkäufe tätigen, Neukunden gewinnen, Bekanntheitsgrad erhöhen, Marktinformationen erhalten, neue Märkte erschliessen, Vertriebspartner rekrutieren, Kundenpflege, etc.)

Was wünschen sich Ihre Kunden? Wollen sie:

  • Produktneuheiten kennenlernen?
  • Gutes Dokumentationsmaterial erhalten?
  • Kompetente Gesprächspartner finden?
  • Lösungen für Probleme ausloten?
  • Neue Ideen sammeln?
  • Einen Erfahrungsaustausch?
  • Persönliche Kontakte mit Lieferanten knüpfen?
  • Eine Marktübersicht erhalten?
  • Einen Wettbewerbsvergleich?
  • Einen Überblick auf die neueste Technik erhalten?
  • …etc.

2. Welche Kommunikationsstrategie ist dafür hilfreich? 

Um die passende Kommunikationsstrategie für ihre gesteckten Ziele zu finden, gilt es ebenfalls vorab einige Parameter zu definieren. So lässt sich ein erstes Grobkonzept erarbeiten, das in ein präziseres Detailkonzept mündet, in dem alle Details und Massnahmen für Ihren Messeauftritt genau beschrieben werden. Die definierte Strategie bestimmt dabei auch die Art der Präsentation auf Ihrem Stand, den Ausstellungsinhalt und das begleitende Kommunikationskonzept.

  1. Grobkonzept:
    Leitidee, Standmotto, Zielgruppen bestimmen, Anzahl/Auswahl Kommunikationsmittel, Bestimmung Ausstellungskomponenten und Exponate, Grobbudget
  2. Detailkonzept:
    Architektur und Design Stand, Standbau, Personalrekrutierung und -schulungen, Terminplan, Budgetierung
  3. Präsentationsart:
    Informationsorientiert, Demonstrationen, persönliche Gespräche, Vorführungen etc.Als Grundsatz gilt: Weniger ist immer mehr. Die Erfahrungen zeigen, dass die Beschränkung auf das Wesentliche und deren Inszenierung das Besucherinteresse bedeutend steigern.

    ! Nicht vergessen Outfit Standpersonal

    Wie tritt das Standpersonal auf?
    Légèr – mit oder ohne Hemd?, zum Beispiel gebrandete Schuhe? Etc. => einheitliches Erscheinungsbild, Namensschilder…

  4. Ausstellungsinhalt/-programm:
    Modelle, Muster zur Vorführung, Exponate, Videos, Tragtaschen, Werbeartikel, Dokumentation, interaktive Screens, Event-Bühne, andere Anziehungspunkte
  5.  Kommunikationskonzept:
    Kunden einladen, evtl. Save-the-Date, Unterlagen bereitstellen, Versand Eintrittskarten für Kunden, Social Media Posts, PR und Pressearbeit, Anzeigen, Online-Werbung (…zeigen, dass man da ist), Kommunikation am Messegelände, Dankesschreiben an Kunden per E-Mail

3. Welcher Standtyp ist dafür passend?

Der richtige Messestandtyp ist von seiner Grösse, Umgebung und der anvisierten Kommunikationsstrategie abhängig. Hier ein Überblick auf die wichtigsten Standtypen:

  • Reihenstand
  • Eckstand
  • Kopfstand
  • Inselstand
  • Tandemstand
  • Doppelstockstand
  • Freifläche
  • Pavillon

4. Wie teile ich meinen Stand optimal auf – Messestand-Zonen?

 Jeder Messestand ist in unterschiedliche Zonen eingeteilt, die ganz bestimmte Aufgaben übernehmen. Es macht Sinn, sich im Vorfeld darüber Gedanken zu machen, um einen Stand so effektiv wie möglich zu gestalten.

  1. Infrastrukturzone
  2. Demozone
  3. Kommunikationszone
  4. Präsentationszone
  5. Erlebniszone
  6. VIP-Zone
  7. Zusatzthemen zur «Auflockerung» aus den Bereichen Lifestyle, Kochen, Reisen…

! Denken Sie auch an das Standpersonal

Vielfach gehen ebenso wichtige Standzonen für die Mitarbeiter und das Standpersonal unter. Stellen Sie sich folgende Fragen: Wird ein Küchenraum benötigt? Muss ein kleiner Verpflegungsbereich eingerichtet werden? Ist ein Büro oder Zusatzraum notwendig? Gibt es ein Reduit für das Standpersonal?

5. Welches Design passt für mich – Messestand Design?

Messestand Mittelschulen Kanton Thurgau – 100 m2

Kleinstmessestand Ströbele – 12 m2

Kleinmessestand Jossi – 24 m2

Hier zeigen wir Ihnen ein paar Beispiele eines kleinen, mittleren und grossen Messestandes aus unserem Portfolio. Kleine Messestände dienen in erster Linie der Präsenz und Informationsweitergabe. Ein mittelgrosser Stand kann schon deutlich mehr präsentieren und bietet auch Raum für Gespräche. Bei unserem Beispiel eines rund 100 qm grossen Standes der Mittelschulen Kanton Thurgau sind die Möglichkeiten nachhaltige Erlebnisse auf dem Stand zu generieren noch grösser. Anlässlich der Berufsmesse in Weinfelden haben wir für die vier Mittelschulen im Kanton Thurgau zur Positionierung «Mit Neugier und Wissen Zukunft gestalten» einen gemeinsamen Auftritt gestaltet und umgesetzt. Komplett mit Guck-Löchern für Rätselaufgaben, einem Eisblock als Eye-Catcher, sowie Austausch- und Begegnungszonen.

6. Was kostet mich ein Messestand?

Ein Messestand ist nie gleich Messestand. So summieren sich viele Faktoren zu den endgültigen Kosten eines Messeauftritts. Hier geben wir Ihnen einen groben Überblick wie sich die einzelne Kostenblöcke verteilen. Gerne erstellen wir Ihnen ein persönliches Angebot.

15%

Platzierung:

Standmiete / technische Anschlüsse / Miete von Nebenräumen

30%

Präsentation:

Standbau / Design Messestand / Aktionen und Events am Stand / Unterhaltung

5%

Produktion:

Ausstellungsgüter

25%

 Promotion:

Werbung / PR / Wettbewerb / Give-aways / Kundengeschenke / Bewirtung

15%

Personal:

Personalkosten / Verpflegungskosten / Reise- und Hotelkosten / Transporte / Versicherungen

10%

Post operative:

 Abschlussarbeiten / Auswertungen / Abschlussgespräche / Messenacharbeit

7. Was gilt es nach einer Messe zu beachten?

Nach der Messe ist vor der Messe. Sie können den Erfolg eines Messeauftritts nachhaltig verbessern, wenn Sie nach Ihren Messetagen noch einige Dinge beachten. Hier eine kleine Checkliste:

  • Standabbau: Rückführung Messematerial, Einlagerung des Materials
  • Lead-Management: Aktualisierung der CRM-Daten, Unterlagenversand, Angebotsversand, Vereinbarung von Gesprächsterminen, Dankschreiben an Besucher

  • Erfolgskontrolle: Anzahl Kontakte, Kontaktpriorisierung, Auswertung Besucherbefragung, Auswertung Mitarbeiterbefragung, Auswertung Wettbewerb

8. Was sollte ich sonst noch beachten?

Wenn wir schon beim Thema Checkliste sind: Hilfreich oder nicht – es gibt einige Checklisten von Messeveranstaltern und -organisationen, die Ihnen als Vorbereitung für Ihren Messeauftritt helfen können. Wir empfehlen Ihnen den Leitfaden mit Checklisten für die Aussteller der Olma Messen St. Gallen.

PDF Checklisten

Möchten Sie ebenfalls in Kürze auf einer für Sie wichtigen Messe wieder präsent sein. Dann sollten wir uns ganz unverbindlich und natürlich für Sie kostenlos darüber unterhalten. Wir unterstützen Sie von der ersten Idee bis hin zum kompletten Management und Nachbearbeitung bei der erfolgreichen Durchführung ihres Messeauftritts. Schreiben Sie uns einfach eine Mail oder rufen Sie uns an.